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Station 78: Alle müssen mit (Lo Malinke)- Tipp

Heute stelle ich Euch ein Buch vor, das ich wieder in kürzester Zeit durchgelesen habe, weil es mich so fasziniert hat

Drei Geschwister, die das Schicksal auseinandergerissen hatte, müssen sich nach dem Tod des Vaters zusammen auf eine Reise nach Ostpreußen begeben, um dessen Asche an vordefinierten Orten zu verstreuen. Die frustrierte Krankenschwester Inge, die früh im Leben Verantwortung für ihre Brüder übernehmen musste, der Alkoholiker Klaus, dessen Ehe sich gerade in einer Krise befindet, sowie der homosexuelle Uwe, der verzweifelt nach wahrer Freundschaft und Liebe sucht, machen sich mit Inges Tochter Jule, die sich ebenfalls gerade in einer Krise befindet, und dem polnischen Notar Krzysztof, der die Einhaltung der Verfügungen aus dem Testament des Vaters überwachen soll, auf den Weg. Sie müssen eine vom Vater bestimmte Route einhalten, um ihr Erbe ausbezahlt zu bekommen. Mit einem klapprigen Bus und Zelten ausgestattet, fahren sie durch Polen, und nehmen den Leser mit auf eine Reise in ihre Vergangenheit, machen dabei Station an der Stelle, an der der Großvater im Krieg gefallen ist, werden Gast bei einer polnischen Hochzeit, wo so einiges passiert, und finden schließlich ihre Wurzeln wieder bei der Ruine des Geburtshauses ihres Vaters.

Das Buch ist eine gelungene Mischung zwischen Roadmovie und tiefgründiger Familiensaga mit historischen Einsprengseln in Form von alten Briefen des Vaters, das ergriffen macht und den Leser in seinen Bann zieht. Mich hat es so fasziniert, dass ich es in jeder freien Minute lesen wollte, weil die Charaktere so schonungslos nahe beschrieben sind, dass man in jeden einzelnen eintauchen kann und gespannt darauf hinarbeitet, wie es ausgeht, ob sie sich einigen können, und ob die die Schatten ihrer Vergangenheit überwinden können. Für mich absolut lesenswert: 5 von 5 Bus - Sternen

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Fischer Krüger Frankfurt

Klappentext

Ein Roman über eine Familie, die keine ist, aber die Chance bekommt, eine zu werden – witzig, voller Empathie und berührend aufrichtig. Alle müssen mit - die Familienkomödie von Lo Malinke, Autor des Spiegel-Bestsellers Alle unter eine Tanne Die Geschwister Inge, Klaus und Uwe haben schon vor langer Zeit jeden Kontakt zueinander abgebrochen. Doch als ihnen der Notar eröffnet, dass sie das Erbe ihres Vaters nur ausgezahlt bekommen, wenn sie zusammen nach Polen reisen um dort seine Asche zu verstreuen, müssen sie sich notgedrungen gemeinsam in einen Kleinbus setzen. So beginnt eine Reise ins Ungewisse voller Abenteuer und unerwarteter Erkenntnisse.Ein Roadmovie mit echten Typen, unerwarteten Wendungen und schrägem Witz – ein Roman, dessen großes Herz für die Familie schlägt.

Zur Person

Lo Malinke hat fast zwanzig Jahre lang Kabarett- und Chansontexte geschrieben und war mit MALEDIVA in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Tour. Jetzt ist er in Berlin sesshaft geworden, wo er sich nicht nur Drehbuchstoffe ausdenkt und Filme produziert sondern auch sehr erfolgreiche Romane schreibt. Nach seinem Bestseller ALLE UNTER EINE TANNE ist von ihm der Roman ALLE MÜSSEN MIT erschienen, der auch für die ARD verfilmt wurde.

26.1.18 20:18, kommentieren

Station 77: Bamberger Hörnla ( Harry Luck)

Und nun folgt gleich noch ein Frankenkrimi, der für mich Neuland war - in Bamberg war ich zuvor noch nicht krimitechnisch unterwegs - es hat sich gelohnt

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: emons

Inhalt

Eine Musikerin der weltberühmten Bamberger Symphoniker stirbt auf der Bühne der Konzerthalle. Kommissar Horst Müller ist unter den Zuschauern und findet im Spind des Opfers einen geköpften Gartenzwerg. Als ein weiterer Mord geschieht, müssen der kauzige Kommissar und seine junge Kollegin Paulina Kowalska befürchten, dass ein verrückter Serienkiller unterwegs ist...

Rezension

:Ein weiterer skurril - liebenswerter Regionalkrimikommissar ist geboren! Neben meinen Lieblingen aus dem Allgäu und Oberbayern hat sich Horst Müller durch dieses Buch bei mir ebenfalls für dauerhaftes Fantum qualifiziert, da er auf seine Art ebenfalls authentisch und unperfekt ist, und die Handlung dadurch jenes Kolorit erfährt, was Regionalkrimis für mich so sympathisch macht. Aus der Ich - Perspektive streift man als LeserIn mit ihm durch Bamberg, lernt seine Kollegin Paulina Pawlowska und ihre Chefin kennen, und begibt sich in den skurril anmutenden Fall, der mit Dohbriefen und geköpften Gartenzwergen beginnt. Über die ermordete Musikerin führen die Spuren weiter zu dem geheimnisvollen Urheber der Gartenzwerge, und über einen weiteren Mord an einem Hornisten zu geheimnisvoll vergiftet scheinenden Bamberger Hörnla in einer Bäckerei, bis die Ermittler tiefer in das Geheimnis der Instrumente vordringen.

Die Geschichte schafft immer den Spagat zwischen einer spannenden Krimihandlung und der skurrilen Eigenheit eines Regionalkrimis, taucht tief in die Stadt ein und macht von der ersten bis zur letzten Seite Spass zu lesen. Für mich ein klarer Fall von

5 von 5 Bus - Sternen

Portrait Harry Luck wurde 1972 in Remscheid geboren, wo er bei der Lokalzeitung das journalistische Handwerk erlernte. In München studierte er Politikwissenschaften und arbeitete als Nachrichtenredakteur und politischer Korrespondent, später leitete er das bayerische Landesbüro einer Nachrichtenagentur. Seit 2012 lebt er mit seiner Familie in Bamberg, wo er die Öffentlichkeitsarbeit des Erzbistums verantwortet.

22.1.18 19:49, kommentieren

Station 76: Bake and the City (Tobias Müller)

HAPPY NEW YEAR - ein GUTES NEUES an alle!

Das Jahr startet süß und klebrig, frei nach dem Motto, gute Vorsätze sind toll, aber BÜCHER über feines Backwerk dürfen bedenkenlos konsumiert werden

Bake + the City ist ein Backbuch der neuen Generation, mit tollem Layout und erfrischendem Konzept. Unter dem Motto "Süße Grüße aus 60 Städten" stelt Tobias Müller im Rahmen von 7 "Touren" 60 Rezepte vom Frankfurter Kranz ,Cannoli aus Italien, Matcha - Madeleines aus Frankreich, Langos aus Ungarn, Churros aus Spanien, Scones aus dem vereinigten Königreich bis hin zu türkischen Baklava und Eiswaffeln für Lavendeleis vor.

Das Durchblättern macht schon allein Spass; die Fotos sind sehr stimmungsvoll und appetitlich arrangiert, und die Rezepte sind kreativ, raffiniert und dabei aber gleichzeitig von den Zutaten her übersichtlich und gut zu handeln. Die Rezepte machen Lust darauf, etwas neues auszuprobieren, weil es nicht unbedingt nur die Rezepte sind, die man in einem Standardwerk findet. Süße Langos mit Mohncreme und Kirschpüree oder die abgewandelte Variation der Madeleines mit Matcha, bis hin zu Mozart -Cupcakes mit selbst hergestelltem Pistazienmarzipan

Eine tolle Ergänzung zu dem Standardbackbuch, das in vielen Haushalten vorhanden ist, weil es länderspezifische Spezialitäten mit kreativen Ergänzungen verbindet, und durch die Bilder und kleine Geschichten zu den einzelnen Spezialitäten Lust und Appetit aufs Selbermachen macht, daher meine Wertung:5 von 5 Bus - Sternen

22.1.18 19:18, kommentieren

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